Brasilianische Entwicklungsbank kann Instrastruktur in Südamerika finanzieren

28/06/2003 - 0h11

Medelin, Kolumbien, 30.6.2003 (Agencia Brasil - ABr) - Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sprach in seiner Rede bei dem 14. Gipfel des Andenrats am 27. Juni in Kolumbien von der Möglichkeit, dass Infrastrukturbauarbeiten in Südamerika durch Mittel der Brasilianischen Bank für Wirtschafts- und Sozialentwicklung (BNDS) finanziert werden. In der nächsten Woche findet ein Treffen in Caracas, Venezuela, statt, wobei die Projekte diskutiert werden.

Präsident Lula lud die Anden-Länder ein, ihre Projekte beim BNDES-Seminar im August in Rio de Janeiro vorzustellen. Dabei sollen vor allem Projekte auf Gebieten wie Transport, Kommunikation und Energie finanziert werden.

Lula bestätigte die Entscheidung des Mercosul-Gipfels in Assuntion, die Freihandelszone zwischen Mercosul und der Anden-Gemeinschaft bis Ende 2003 einzuführen. Laut ihm soll sich die Integration aber nicht nur beim Handel einschränken. Sie soll auch Politiken umfassen, die die Produktionsintegration fördern.

Der brasilianische Präsident sprach auch von der Freihandelszone der Amerikas (FTAA), deren Verhandlungen von Brasilien und den USA geleitet werden. Damit sie erfolgreich werden sollen die USA laut ihm ihren Markt für die Entwicklungsländer öffnen, vor allem für die Sektoren Landwirtschaft, Textilien und Stahl. (MNJ)